Kategorie: Tagebuch Sommerfahrt Essen 2011

Wie der Lagerkolla sein Höhepunkt erreichte

Der Countdown beginnt

Heute sollte der anstrengendste Teil der ganzen Sommerfahrt kommen. Wir mussten heute schon um kurz vor sechs aufstehen, um die ganzen Zelte zu verstauen. Nur so konnten wir pünktlich um 9:00 Uhr los fahren. Allerdings hat es schon die ganze Nacht durchgeregnet. Es war mal wieder typisch. Auch beim Abbauen wollte der Regen nicht aufhören uns zu verschonen. Es regnete immer weiter, wie aus Eimern. Die Stimmung näherte sich immer weiter dem Tiefpunkt entgegen. Alle waren durchnässt als es endlich Frühstück geben konnte. Das war seit einigen Stunden der einzige Lichtblick, ehe nach dem Frühstück noch die letzten Sachen in die Busse verstaut wurden. Kurz vor neun hieß es dann endlich „aufsitzen“. Das war eine der größten Erlösungen seit langem! Nun nur noch ein paar Stunden im Bus aushaaren und schon sind wir wieder zuhause. Die Fahrt aber dauert auch so seine Zeit. Geschlagene 8,5 Stunden. Die Zeit schien nicht umzugehen, zumal wieder einige Staus überwunden werden mussten. Aber um 17:30 Uhr war es geschafft: Wir waren wieder in Niebüll! Nun noch schnell die Sachen herausgeholt und ab nach Hause. Nur eines blieb uns nicht erspart: Die verdreckten Zelte, die wir heute Morgen nur in die Anhänger geworfen hatten, weil diese zu nass waren, müssen am nächsten Tag noch einmal aufgebaut und getrocknet werden.

Fazit dieser Fahrt:

Der Schönwetterplatz am Rande von Essen hat uns zehn Tage riesen großen Spaß gemacht mit all seinen Höhen und Tiefen. Wir haben viel gesehen und werden diese Zeit wohl nie mehr vergessen. Sogar ein kleiner „JF-Sommerhit“ hatten wir auf der Fahrt schnell gefunden. Es war der Song von Bonaparte mit „Too Much“, der sich durch einen einfachen Text kennzeichnet.

Ein besonderer Dank

gilt natürlich auch all unseren Betreuern dieser Fahrt. Ohne Steve, Andreas, André, Sönke, Leif und last but not least Fridjoff wäre diese Fahrt nie das geworden, was sie schlussendlich geworden ist, nämlich eine echt spitzenmäßige Fahrt. Ein großes Dankeschön noch einmal an alle von Euch! Bedanken möchte ich mich auch bei meiner Co-Autorin Inka, die all diese Texte noch einmal gegengelesen hat.
Auf das noch viele solcher spannenden, lustigen und interessanten Fahrten kommen mögen.


Die aggressive Navi-Stimme

  • Vom Clownfisch bis hin zum riesigen Hai

 

Heute brach unser letzter Tag hier in Essen an – wie die Zeit vergeht! Voll motiviert stiegen heute Morgen kurz vor neun alle Jugendlichen aus ihrem Bett, damit sie um Punkt neun am Frühstückstisch sitzen konnten. Dementsprechend wurde das Dusch-Problem auf nach dem Frühstück verschoben. Man merkte allen schon sehr an, dass viel Schlaf und Power in den vergangenen Tagen fehlen gegangen ist. Aber das sollte uns nicht daran hindern den letzten Tag hier noch einmal ordentlich durchzuziehen. So fuhren wir nach dem Frühstück sofort los nach Oberhausen. Die Strecke war die gleiche, wie gestern, weswegen wir uns heute auch nicht noch einmal verfahren haben. Vielleicht lag das aber auch an der neuen Navi-Stimme von Martin. Gekonnt und mit einem sehr geduldigen Ton navigierte uns diese entspannt-klingende Stimme durch Essen und bis hin nach Oberhausen. Im „Sealife“ angekommen, wurde von einer Mitarbeiterin erst einmal ein lustiges Gruppenfoto gemacht. Nach einer kurzen Einführung begaben wir uns in die faszinierende Wasserwelt. Dort gab es alle möglichen Arten von Fischen verteilt in tausenden Themenbereichen – vom Clownfischen bis zu den riesigen Haien war dort alles vertreten. Zudem wurden zwischendurch die gefräßigen Piranhas gefüttert.

 

  •  Der Nachmittag

Nach dem Rundgang durch das „Sealife“ konnten die Jugendlichen sich aufteilen. Wer wollte konnte noch einmal in der großen Passage „CentrO“ einkaufen gehen oder aber zurück ins Lager fahren und dort den Nachmittag entspannend ausklingen lassen. Zum Abend gab es wieder einmal ein äußerst leckeres Essen mit Käsespätzle und grober Bratwurst. Danach sollten schon einmal die Reisetaschen alle fertig gemacht werden, damit wir morgen früh alles möglichst schnell einpacken können.

 

  • Die Stadtwette

Schon den ganzen Tag war immer die Rede von der Stadtwette in Niebüll vom NDR. So wurde pünktlich um halb acht das „SH-Magazin“ im Livestream eingeschaltet und die Stadtwette zuhause in Niebüll ganz genau verfolgt. Die Freude war groß, als wir hörten, dass wir die Stadtwette gewonnen haben. Im Verlauf des Abends kam auch der Wehrführer von Essen-Werden vorbei und nahm für uns alle ein Eis mit – lecker. So konnten wir den letzten Abend entspannt ausklingen lassen.


zdravei – als das Navi plötzlich begann bulgarisch zu sprechen

Das Shoppingparadies schlecht hin

Der Morgen gestaltete sich als schwer, denn die beiden Duschen waren völlig überlastet. Alle wollten erst eine halbe Stunde vor dem Frühstück aufstehen und dementsprechend groß war auch der Andrang auf die Duschen. Als sich das Chaos gelegt hatte, gab es Frühstück. Danach fuhren wir auch sofort los in Richtung Oberhausen. Dort wollten wir den „Aqua Park“ besuchen und uns ein Bild von der riesigen Shoppingmeile „CentrO“ machen. Als wir in Oberhausen ankamen, ging es zunächst in die Shoppingmeile, die auch die größte in Europa ist. Es war einfach nur riesig. Es gab sogar eine „Coca-Cola-Oase“, in der man alle möglichen (Schnell-)Restaurants finden konnte. Während unseres Besuches fiel sogar bei einer der beiden Passagenseiten der Strom in allen Geschäften aus, der besonders ärgerlich für Geschäfte, wie den „Apple Store“ gewesen sein musste. Aber nach ein paar Minuten in einer halbseitigen Dunkelheit kam das Licht zurück und alles erstrahlte wieder im alten Glanze. Nach 2,5 Stunden war der Shoppingausflug vorbei und wir fuhren in den „Aqua Park“.

Rasante Rutschen

In diesem gab es zwei Xtube’s. Das sind Rutschen bei denen man mit einem Reifen herunterrutscht. Besonders in einer großen Gruppe sehr lustig. Nach drei Stunden Spiel und Spaß war auch diese Attraktion abgehakt. So fuhren wir wieder nach Hause, was allerdings etwas schwieriger wurde, da das Navi nicht deutsch sprach, sondern irgendeine andere Sprache. Einer der Jugendlichen, Martin, erkannte die Sprache und fungierte von nun an als Dolmetscher. Die Sprache war übrigens bulgarisch.

Am Zeltplatz angekommen wurde das Abendessen gekocht. Es sollte heute Geschnetzeltes geben. Dieses Essen kam sehr, sehr gut an, da es einfach nur fantastisch schmeckte. Das merkte man auch an der darauf folgenden „Mittagstunde“ bei vielen der Jugendlichen und Betreuer. Für den Rest des Abends war wieder Freizeit angesagt.

Die Sprüche der Woche:

  • Sag mal geeeehts noch?!
  • Halt stopp. Ich fühle mich gemobbt. Ich brauche meinen Freiraum.
  • Freunde der Sonne.
  • Lagerkolla, Lagerkolla, Lagerkolla.

Diese Sprüche wurden ständig und überall auf der Sommerfahrt von jedem tausendfach wiederholt, deswegen sind diese auch mal hier erwähnenswert. Man muss dazu sagen, dass es auf die Betonung der jeweiligen Sprüche sehr drauf ankommt.


„Schönes Stadion Schalkeee!“

Schalke wir kommen!

Nach dem alltäglichen Frühstück fuhren wir alle auf nach Gelsenkirchen – bis auf einen. Einer der Betreuer blieb aufgrund des berühmt berüchtigten Lagerkolla(ps) im Lager. Vor der Fahrt stellte sich aber heraus, dass eines der Autos nur noch eine leere Batterie hatte und deshalb auch nicht starten konnte. Deswegen musste erst einmal Starthilfe gegeben werden. Nach einer 15 minütigen Verspätung fuhren wir dann los. So kamen wir am Stadion von den Schalkern leider auch rund 15 Minuten zu spät an. Direkt am Stadion erwartete uns schon Gisela, unsere Stadionführerin. Sie war eindeutig Schalke-Fan, weil sie von Kopf bis Fuß weiß-blau gekleidet war. Mit vollem Elan führte sie uns durch das riesige, faszinierende und modernen Stadion. Auch bewunderten wir den Rasen, der gerade für ein Spiel am Wochenende in die Arena geschoben wurde. Dieser Rasen ist ca. 1,5 Meter hoch und wiegt etwa so viel, wie 2000 Elefanten. Hereingeschoben wird er durch vier hydraulische Pressen. Leider konnten wir diesen sehr interessanten Vorgang nicht ganz verfolgen, da er ca. 3,5 Stunden dauert. Während wir am Stadion waren, riefen einige von unseren Kameraden, die begeisterte Fußballfans sind, lautstark: „Schönes Stadion. Sch*** Verein. Schalkeee!“ Doch darauf reagierte unsere Stadionführerin allerdings nicht. Sie wollte aber auch nicht den Namen der „verbotenen Stadt“, Dortmund, in den Mund nehmen.

Der übliche Wahnsinn

Nach der Rückfahrt wurden mal wieder die Einkäufe erledigt und Mittag gegessen. Der Nachmittag galt der Entspannung. Nur erreichte uns irgendwann die Nachricht, dass der Wetterdienst für heute eine katastrophale Unwetterwarnung herausgegeben hatte. Demnach sollte der Regen noch schlimmer werden, als er an den Vortagen gewesen war. Doch es fiel noch kein einziger Tropfen – bisher! Aber die Nacht ist noch lang.


Tatort: Küche

Nach dem Aufstehen wurde vom Küchendienst und einigen Betreuern das tägliche Frühstück vorbereitet. Doch dabei machten sie eine schreckliche Entdeckung: Die Frühstückssalami wurde aus der Küche, dessen Tür die ganze Zeit offen steht, angefressen. Unser Hausvater erzählte uns im Verlaufe des Tages dann, dass Waschbären wohl schon des Öfteren auf diesem Gelände unterwegs waren. Da bestätigte sich unser Verdacht, dass ein solches Tier unsere Salami angefressen hat. Wollen wir mal schauen, ob er irgendwann mit seinen Freunden zurückkehrt?! Nach diesem Schock gab es endlich Frühstück.

Ein Strauß kommt selten allein

Als das Frühstück verzehrt war, fuhren wir los zum Rutherhof auf welchem sich die Straußenfarm befand. Als wir dort ankamen, begrüßte uns ein netter Mann, der uns seine Straußenfarm vorstellte. Er startete beim übergroßen Straußenei und endete bei der Schlachtung. Seine Führung war durchaus interessant.

Nach der Führung liefen wir zum gegenüberliegenden Swin-Golf und wurden dort ebenfalls von dem Straußenfarmer eingeführt. Unterschiede zwischen dem normalen Golf und dem Swin-Golf waren lediglich der weichere Ball und der Schläger mit drei verschiedenen Seiten. In Fünfergruppen marschierten wir durch die gigantische Anlage, die aus insgesamt 18 Bahnen bestand, welche zwischen 85 und 270 Meter Weite variierte. Um halb zwei haben wir dann eine kleine Essenspause eingelegt. Wer wollte, konnte sich sogar Straußenfleisch im dortigen Restaurant bestellen. Alle, die diesen Versuch eingegangen sind, waren positiv überrascht von diesem Fleisch. Es soll wohl sehr gut geschmeckt haben. Nach dieser Stärkung ging es dann weiter mit dem Swin-Golf – aber nicht lange. Nach fünf Minuten fing es plötzlich an zu regnen und es wurde immer stärker. Erst haben wir einfach weitergespielt, aber dann wurde es einfach zu stark und wir liefen zügig zu den Bussen zurück.

Die Sintflut

Auf der Rücktour erledigten wir auch gleich alle Einkäufe. Eben das übliche bei den Jugendlichen – die Naschvorräte wurden aufgefüllt. Zeitgleich wollte und wollte der Regen nicht Frieden geben. Es wurde sondern im Gegenteil immer stärker. Am Zeltplatz angekommen, flossen zwei mittelgroße Flüsse an beiden Straßenseiten den Berg hinunter. Auch schon in der ganzen Stadt waren die Straßen mit einigen Zentimetern Wasser bedeckt. Unsere ganze Aufmerksamkeit galt aber unseren Zelten. Sofort wurden diese wasserfest gemacht, d.h. der Fußboden wurde an den Seiten hochgeklappt. Allerdings war ein Zelt nicht mehr zu retten, weil der gesamte Fußboden dieses Zeltes schon überschwemmt wurde. Das alles schien allerdings noch nicht genug, denn zu aller Freude fiel auch noch der Strom aus. Das bedeutete kein Licht mehr und auch keine Möglichkeit die Handys bzw. Laptops aufzuladen. Letzeres war für die Jugendlichen eindeutig schlimmer, denn die Akkus von Handys und Laptops neigen sich immer irgendwann dem Ende entgegen. Das bedeutet wiederum kein “Facebook“ oder dergleichen mehr. Gibt es etwas Schlimmeres?! Nach diesem gigantischen Schock gab es endlich Abendbrot, um die Laune wieder anzuheben. Fazit des Tages: Campen ist bei Regen echt eine super Sache!


Im Rausche der Geschwindigkeit

Nach dem täglichen Frühstück ging es los! Nachdem wir unsere Lunchpakete eingepackt hatten und uns in die Busse setzten, fuhren wir in Richtung Brühl. Nach der einstündigen Fahrt sichteten wir auch schon den riesigen Freizeitpark und die Freude bei den Jugendlichen stieg und stieg. Im „Phantasialand“ gibt es sehr viele Themenbereiche, wie „China Town“, „Berlin“, „Mystery“, „Fantasy“, „Deep in Africa“, „Mexico“. Unter jedem Thema verbargen sich unzählige Attraktionen.

Bis auf die Knochen nass… 

Die erste Attraktion besuchten wir alle noch zusammen, denn wir stellten uns beim „River Quest“ an. Dahinter verbarg sich eine Wildwasserbahn der ganz besondern Art. Auf den Schildern stand schon, dass man dabei sehr nass werden wird. Das „Phantasialand“ beschrieb diese wie folgt: „Sie folgen dem Sog der Tiefe und stürzen in dieser einmaligen Wasserattraktion durch Strudel und Kurven schäumend in den Abgrund.“ Diese nett klingende Beschreibung, wie wir im Nachhinein feststellen mussten, wollten wir zunächst erst nicht wahr haben. Wir dachten, dass die sowieso nur alles dramatisieren. Aber als wir dann in einem runden Boot zu neunt saßen und mit einem Fahrstuhl 15 Meter in die Höhe fuhren und den Abgrund dahinter sahen, wo es herunter zum Strudel ging, wurde uns ganz anders. Als wir den ersten Abgrund überwunden haben, waren wir alle schon total nass, weil das Wasser gefühlt ungehindert ins Boot kommen konnte. Danach kamen noch zwei weitere Abgründe, die wir herunter rasten. Am Ende waren alle bis auf die Knochen durchnässt. Wir stellten fest, dass die Beschreibung keineswegs diese Attraktion dramatisierte. Kurze Zeit später liefen die verschiedenen Gruppen in unterschiedliche Richtungen zu den anderen Attraktionen. Als der Nachmittag vorüber war, trafen wir uns alle wieder und liefen zufrieden zu den Bussen zurück. Dieser Ausflug war rundum gelungen.

Zum Abendbrot fuhren wir bei „Subway“ vor und stärkten uns dort, ehe am Zeltplatz wieder die alltägliche Freizeit begann.


„Montag: Ruhetag“ – aber nicht bei uns!

Auf nach Köln!

Heute sollte es also nach Köln gehen. Die Freude auf diesen
Ausflug war besonders groß, da der Schokoladenbrunnen der sich im
Schokoladenmuseum befindet alle lockte. Jeder wollte wissen, was sich genau
hinter diesem Begriff befand. Aber bevor dieses Geheimnis gelüftet wurde, stand
früh morgens erst einmal der alltägliche Campingwahnsinn an: duschen, fertig
machen, frühstücken. Nachdem das alles geschafft war, setzten wir uns alle in
die Busse und fuhren Richtung Köln. Allerdings war auch das nicht so einfach.
Leider haben wir eine Ausfahrt zu früh genommen und uns so ordentlich Zeit
geraubt. Bei diesem Autobahnenchaos hier im Ruhrgebiet aber auch kein Wunder.
Dagegen ist die nordfriesische Straßenführung eine echte Genugtuung. Endlich
angekommen in Köln ging das Straßenchaos nahtlos weiter. Selbst die beiden
führenden Navis hatten unterschiedliche Meinungen und laberten sich gegenseitig
nieder. Während wir immer wieder am Schokoladenmuseum hin- und herfuhren und
auf der Suche nach einem geeigneten Parkplatz waren, mussten wir nach einiger
Zeit die Parkplatzsuche vergeblich aufgeben. Also suchten wir nun einen
Parkplatz in der Nähe des Hauptbahnhofes bzw. des Kölner Doms – allerdings war
auch dieser rund drei Kilometer von diesem entfernt. Ganz zur Freude der
Jugendlichen, denn es hieß wieder laufen. Und weil das schon gestern so viel
Spaß gemacht hatte, war es heute nicht anders. Als der Fußweg endlich geschafft
war, standen wir direkt vor unserem Ziel: dem Kölner Dom. Hier mussten wir auch
entsetzt feststellen, dass das Schokoladenmuseum an allen Tagen offen ist,
außer am Montag. Toll, denn jetzt blieb das Geheimnis des Schokoladenbrunnens
endgültig offen. Aber wir ließen die Sache ruhen und wandten uns von nun an dem
Kölner Dom zu. Dieses 158
Meter hohe Gebäude brauchte ganze 600 Jahre bis zur Fertigstellung
und beinhaltet sogar eine eigene Schatzkammer. Zwar haben wir letzteres nicht
besichtigt, aber wir haben uns die 533 Stufen bis zur Turmplattform
vorgenommen. Diese schweißtreibende Tätigkeit, die Wendeltreppe hinauf zu
steigen, lohnte sich aber auf jeden Fall, denn in der gewaltigen Höhe von
hunderten von Metern ließ der Turm einen Blick über die gesamte Stadt zu. Unten
angekommen und verschwitzt konnten wir in Kleingruppen die Fußgängerzone mit
Unmengen von Geschäften erkunden. Gut drei Stunden später trafen wir uns alle
wieder am Kölner Dom. Leider konnten wir nicht pünktlich losziehen, da eine
Gruppe die Zeit vergaß und nebenbei auch noch eine Jacke bei „Mediamarkt“
liegen lassen hat, welche immer noch irgendwo in Köln zu finden ist. Mit
20-minütiger Verspätung konnten wir dann endlich wieder den Fußmarsch in
Richtung der Autos machen. Die einstündige Rückfahrt war weitgehend normal.
Nach einem Einkauf in einem Discounter konnte es dann auch Abendbrot geben und die
Freizeit beginnen.

Übrigens: „Flipper“ ist wieder da.


Vom “Untergang” bis nach Duisburg

Wetterchaos

Regen. Regen. Regen. So begann der Tag, wie er gestern Abend
endete. Ein Zelt musste sogar mitten in der Nacht wegen eines Flusses im Zelt
die Reisetaschen auf Bänken stellen, damit diese nicht durchnässten.
Dementsprechend kurz fiel auch die Nachtruhe aus, welche zu einem veränderten
Tagesplan führte. Denn das Frühstück wurde erst um 9:00 Uhr eingenommen. Aber
auch das war einem Zelt zu früh. Sie trudelten mitten beim frühstücken nach und
nach ein. Hingegen klappte das Problem mit den Duschen heute um einiges besser.
Hier musste nur kaum gewartet werden.

„Wo ist die verdammte Box?!“

Um 11:00 Uhr begann die Tagesfahrt nach Duisburg. Hier haben
wir den „Landschaftspark Duisburg-Nord“ besucht. Dies ist ein riesiges Gelände
im Norden von Duisburg mit vielen riesigen und verwinkelten Produktionsstätten
und Türmen. Auf diesem Areal wurde damals Metall verarbeitet und ausgeliefert.
Dieses Gelände wurde schon lange stillgelegt und von der Stadt Duisburg
aufgekauft und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Heute dient der Park unter
anderen zum Indoor-Tauchen, klettern und zum „Geo-Cachen“ per GPS-Signal.
Letzteres stand heute auf unserem Programm. Gruppenweise ging es nach kurzen
Anfangsschwierigkeiten mit einem GPS-Gerät durch den gesamten Park. Während des
Laufens mussten dabei verschiedene Koordinaten im Park gesucht werden und
Fragen gelöst werden. Am Ende der mehr oder weniger erfolgreichen Tour ergab
sich eine Zielkoordinate, an der sich eine Box befinden sollte. Trotz vereinter
Kräfte konnten wir die Box im Gelände nicht ausfindig machen. Später erhielt
jeder Teilnehmer einen „Trostpreis“. Bei der Frage, welche Gruppe nun gewonnen
hatte, ergab sich eine Unstimmigkeit zwischen den Gruppen. Eine endgültige
Einigung schien bis zum jetzigen Zeitpunkt für undenkbar.

Nach diesem Erlebnis wollten wir eigentlich noch den
Duisburger Hafen anfahren, jedoch lotste uns das Navi zielgerichtet in die
falsche Richtung; bis wir an unserem Zeltplatz wieder ankamen. Nun begann der
gemütliche Teil des Abends: dem Abendbrot. Es gab Pita, gefüllt mit Gyros,
Tzaziki und Krautsalat. Danach ging es zur alltäglichen Freizeit über.
Übrigens: Das Wetter wurde im Verlaufe des Tages auch immer besser. Hoffentlich
bleibt das möglichst lange noch so gut, da morgen der Ausflug nach Köln
ansteht.


Der Kampf um die Duschen

Der Kampf um die Duschen

Der Tag begann zunächst einmal mit dem Kampf um die Duschen,
denn es gibt auf unserem Zeltplatz leider nur zwei Duschen für die 20
Jugendlichen und 6 Betreuer. Deshalb kamen schon die ersten Unstimmigkeiten auf!
Einige waren sogar so aufgeregt, dass sie schon am Tag zuvor versuchten, eine
Reihenfolge für alle zu bilden. Nur leider gelang es ihnen nicht. Nachdem das
erste Chaos der Fahrt gebändigt schien, gab es gegen 8:00 Uhr Frühstück mit
leckeren Brötchen. Als das Frühstück beendet war, begann der erste richtige Tag
in Essen-Werden.

Der Tag

Für heute stand eher weniger Programm auf der Tagesplanung.
Zum einen stand das Einkaufen ganz weit vorne – besonders bei den Jugendlichen,
da sich die Naschvorräte schon jetzt langsam gegen Ende neigten. Also fuhr der
erste Trupp los zu „Rewe“, ehe der zweite Trupp kurze Zeit später hinterher
fuhr. Das Mittagessen bestand heute aus zeitlichen Gründen nur aus Joghurt,
Obst und kalten Frikadellen vom Vortag. Zwischendurch machten sich einige noch
in den direkt angrenzenden Wald auf, um diesen zu erkunden. Er hat heute den
liebevollen Namen vom „Wald des Todes und der ewigen Verdammnis“ erhalten. Den
Jugendlichen ist es seit heute auch verboten ihn ohne Betreuer betreten zu
dürfen, auf Grund von „kleinen Hügeln“.  Danach
wurde es den Jugendlichen freigestellt, ob sie noch an einem Tag der offenen
Tür einer benachbarten Wehr teilnehmen wollten oder auf dem Zeltplatz bleiben
wollten. Bei diesem Tag der offenen Tür hat die dortige Jugendfeuerwehr eine
Löschübung nach Feuerwehrdienstvorschrift 3 vorgeführt. Bei dieser hatten einige
von unseren Jugendlichen noch einige Verbesserungsvorschläge anzumerken. Des
Weiteren hat die aktive Feuerwehr eine Höhenrettung mit der Drehleiter zur
Schau geführt, bei der Protagonisten aus dem zweiten und fünften Stock gerettet
wurden. Es wurde neben der aktuell geltenden Erste-Hilfe, auch ein Zimmerbrand
erklärend demonstriert. Alles in allem empfand einer der Jugendlichen, Kai
Wichmann, diesen Tag der offenen Tür als äußerst gelungen an.

Leider musste uns heute auch einer der Jugendlichen
vorzeitig verlassen, da er sich eine Magen-Darm-Infektion eingefangen hatte.

Der Abend des Wassers

Punkt 18:00 Uhr gab es das Abendessen: lecker Schnitzel mit gestoften
Kartoffeln und Gemüse. Währenddessen begann es leider Gottes an zu regnen – unsere
erste Schauer in Essen und hoffentlich auch die Letzte! Also war der Abend
perfekt für einen schönen Spielabend bei leckeren Süßigkeiten und Knabbereien
eingeplant. Es wurde Phase 10, Tabu und Speed Stacking gespielt. Und trotz des
prasselenden Regens sind die Wasserpistolen noch immer der Hit bei den
Jugendlichen. Das erste Zelt hat schon die ersten Stellen, an dem das Wasser
durch die Zeltwand kommt. Hier versuchen alle nun, diese undichten Stellen mit
Panzertape abzukleben.


Essen-Werden naht !

Die Fahrt

Heute Morgen ging es dann los. Auch wenn wir alle ungewohnt früh aufstehen mussten, um rechtzeitig an der Wache aufzutauchen, überwog die Freude. Allerdings wartete auf uns eine sehr lange Fahrt ain den mittleren Teil Deutschlands von ca. 8 Stunden. Um 7:30 Uhr fuhren wir mit drei Bussen und zwei Anhängern endlich los – alles bis auf den letzten Platz voll gepackt mit Koffern, Feldbetten, Isomatten etc. Es war perfektes Wetter für Autofahrten: der Himmel bedeckt und es wehte eine kühle Brise. Das hieß aber auch, dass keine Sonne schien und es hin und wieder geregnet hat. Aber das sollte uns nicht stören. So fuhren wir also alle mit freudigen Gelächter Richtung Süden.

Der Stau

Der erste Stau ließ aber leider nicht lange auf sich warten, denn es fing kurz vor dem Elbtunnel in Hamburg an. Zwar standen wir glücklicherweise nie lange im Stau, aber dafür öfters im Stop-and-go – besonders im Pott. Wir fuhren über Hannover mit der Hoffnung, dass wir den Stau der ganzen Baustellen auf der A1 nicht zu spüren bekommen. Allerdings kostete auch diese „neue“ Route viel Zeit: gefühlt tausend Elefantenrennen, Stop-and-go’s und Toilettenpausen. Deswegen brauchten wir auch nicht acht Stunden, wie geplant, sondern geschlagene zehn Stunden.

Essen-Werden naht !

Als wir ins Ruhrgebiet kamen, kam auch langsam die Sonne hervor bei fast blauem Himmel. Es schien alles perfekt zu laufen, nur wurden die Busse auch zu Saunen. Um 17:30 Uhr kamen wir an nach einer langen Fahrt. Alle schienen auch echt fertig zu sein, wegen der anstrengenden Fahrt. Nun wurden alle Sachen ausgepackt, die Zelte aufgebaut und die Zelte eingerichtet, ehe das wohlverdiente Abendbrot an der Tagesordnung stand. Es gab Frikadellen, Würstchen, Kartoffelsalat und Brötchen. Nachdem alle gesättigt schienen, ging es über zur ruhigeren Phase. Das ist genau das, was nun alle gebraucht.

Die Nachtruhe wird an dem heutigen Tag wahrscheinlich nicht mehr lange auf sich warten lassen.