Nach dem Aufstehen wurde vom Küchendienst und einigen Betreuern das tägliche Frühstück vorbereitet. Doch dabei machten sie eine schreckliche Entdeckung: Die Frühstückssalami wurde aus der Küche, dessen Tür die ganze Zeit offen steht, angefressen. Unser Hausvater erzählte uns im Verlaufe des Tages dann, dass Waschbären wohl schon des Öfteren auf diesem Gelände unterwegs waren. Da bestätigte sich unser Verdacht, dass ein solches Tier unsere Salami angefressen hat. Wollen wir mal schauen, ob er irgendwann mit seinen Freunden zurückkehrt?! Nach diesem Schock gab es endlich Frühstück.
Ein Strauß kommt selten allein
Als das Frühstück verzehrt war, fuhren wir los zum Rutherhof auf welchem sich die Straußenfarm befand. Als wir dort ankamen, begrüßte uns ein netter Mann, der uns seine Straußenfarm vorstellte. Er startete beim übergroßen Straußenei und endete bei der Schlachtung. Seine Führung war durchaus interessant.
Nach der Führung liefen wir zum gegenüberliegenden Swin-Golf und wurden dort ebenfalls von dem Straußenfarmer eingeführt. Unterschiede zwischen dem normalen Golf und dem Swin-Golf waren lediglich der weichere Ball und der Schläger mit drei verschiedenen Seiten. In Fünfergruppen marschierten wir durch die gigantische Anlage, die aus insgesamt 18 Bahnen bestand, welche zwischen 85 und 270 Meter Weite variierte. Um halb zwei haben wir dann eine kleine Essenspause eingelegt. Wer wollte, konnte sich sogar Straußenfleisch im dortigen Restaurant bestellen. Alle, die diesen Versuch eingegangen sind, waren positiv überrascht von diesem Fleisch. Es soll wohl sehr gut geschmeckt haben. Nach dieser Stärkung ging es dann weiter mit dem Swin-Golf – aber nicht lange. Nach fünf Minuten fing es plötzlich an zu regnen und es wurde immer stärker. Erst haben wir einfach weitergespielt, aber dann wurde es einfach zu stark und wir liefen zügig zu den Bussen zurück.
Die Sintflut
Auf der Rücktour erledigten wir auch gleich alle Einkäufe. Eben das übliche bei den Jugendlichen – die Naschvorräte wurden aufgefüllt. Zeitgleich wollte und wollte der Regen nicht Frieden geben. Es wurde sondern im Gegenteil immer stärker. Am Zeltplatz angekommen, flossen zwei mittelgroße Flüsse an beiden Straßenseiten den Berg hinunter. Auch schon in der ganzen Stadt waren die Straßen mit einigen Zentimetern Wasser bedeckt. Unsere ganze Aufmerksamkeit galt aber unseren Zelten. Sofort wurden diese wasserfest gemacht, d.h. der Fußboden wurde an den Seiten hochgeklappt. Allerdings war ein Zelt nicht mehr zu retten, weil der gesamte Fußboden dieses Zeltes schon überschwemmt wurde. Das alles schien allerdings noch nicht genug, denn zu aller Freude fiel auch noch der Strom aus. Das bedeutete kein Licht mehr und auch keine Möglichkeit die Handys bzw. Laptops aufzuladen. Letzeres war für die Jugendlichen eindeutig schlimmer, denn die Akkus von Handys und Laptops neigen sich immer irgendwann dem Ende entgegen. Das bedeutet wiederum kein “Facebook“ oder dergleichen mehr. Gibt es etwas Schlimmeres?! Nach diesem gigantischen Schock gab es endlich Abendbrot, um die Laune wieder anzuheben. Fazit des Tages: Campen ist bei Regen echt eine super Sache!